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Steffi und Muckel Schlappohr

Steffi und Muckel Schlappohr

Mein Beitrag für die wunderbare Blogparade Geliebte Kinderbuchschätze von einem meiner liebsten Kinderbücherblogs, der Geschichtenwolke, kommt zu spät, wie so einiges im Leben als Mama. Umso mehr freue ich mich, dass ich die Möglichkeit bekommen habe nachzureichen.

Ich habe überlegt, welches Buch aus meiner Kindheit mich auf besondere Weise geprägt hat und an was ich mich am liebsten erinnere. Und es ist …

Steffi und Muckel Schlappohr von Irina Korschunow

Das Vorlesebuch und Buch fürs erste Lesealter, das leider mittlerweile vergriffen ist, hatte meine Oma für mich gekauft. Immer wenn ich sie als kleines Mädchen besuchte, las sie mir daraus vor. “Steffi und Muckel Schlappohr” lagerte im oberen Abteil ihres weißen Einbauschranks in ihrem Flur und es hatte immer einen ganz besonderen Geruch, nach ihr, nach ihrer Wohnung, nach Ruhe und Frieden.

Meine Namensschwester Steffi wird in “Steffi und Muckel Schlappohr” bald fünf und will nicht in den Kindergarten gehen. Als sie dann auch noch krank im Bett liegt, erzählt ihre Mutter Abenteuergeschichten von ihrem weißen Kuschelhasen Muckel Schlappohr und dessen Freunden, ihrer Puppe – dem dicken Benni -, dem Eichhörnchen, dem Bären Onkel Otto und schließlich dem Affen Jockel. Alle versuchen sie für Muckel Schlappohr einen Kindergarten zu finden, in den ein Hase aufgenommen wird. Doch die Suche gestaltet sich als äußerst schwierig und am Ende erkennt der kleine Hase, dass er einfach nur zurück möchte zu seinem kleinen Mädchen, mit dem er wegen der Kindergartenfrage gestritten hat. Während Steffi der Geschichte lauscht, wird sie langsam gesund und findet die Idee, selbst in den Kindergarten zu gehen, gar nicht mehr so abwegig.

Geliebter Kinderbuchschatz

Ich habe ein Bild im Kopf, von dem ich nicht weiß, ob es den Tatsachen entspricht. Mein Kinder-Ich im blauen Reisebett neben dem Bett meiner Oma. Über uns ein blaues Mobile mit Regentropfen aus geschliffenen Steinen. Die Stimme meiner Oma, die am selben Tag Geburtstag hatte wie ich, nur 60 Jahre früher. Wie sie mir “Steffi” vorliest und ich mich sicher fühle und beschützt und das kleine dunkelhaarige Mädchen mit der dicken Nase aus dem Buch lieb habe.

Daran denke ich jetzt, wenn ich Lesemaus und Leseratte aus “Steffi und Muckel Schlappohr” vorlese – ich habe das Buch nach dem Tod meiner Oma aus dem kleinen weißen Schrankabteil geholt, es hatte dort so lange gelegen, bis ich selbst Mutter geworden war – und daran, an welches Buch meine Kinder sich wohl einmal erinnern werden, wenn sie an ihre geliebten Kinderbuchschätze zurückdenken.

Hier geht es zur Übersicht über die Blogparade mit allen Teilnehmern und ihren geliebten Kinderbuchschätzen.