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Große Librileo Vorleseaktion

Die große Librileo Vorleseaktion

Am 11. Juni 2014 startet zusammen mit dem Verlag Beltz & Gelberg unter dem Motto “Lachen, lesen, lernen” die erste große Librileo Vorleseaktion. Wir möchten Euch diese ans Herz legen, da es kaum etwas Schöneres und Wichtigeres gibt als das gemeinsame Lesevergnügen.

Die Idee dahinter: Eltern organisieren selbst Lesungen für ihre Kids, um ihnen zu zeigen, wie viel Spaß und Freude Lesen macht. Aus der ersten großen Vorleseaktion soll eine monatliche Veranstaltungsreihe werden, an der jeweils ein anderer Verlag beteiligt ist.

Wie funktioniert die erste große Librileo Vorleseaktion?

Vom 11. bis zum 17. Juni können sich Familien über eine Facebook-App an der großen Librileo Vorleseaktion beteiligen, wenn sie eine Lesung mit mindestens sechs Kindern und einem Elternteil organisieren möchten. Der Vorlesespaß kann überall veranstaltet werden, ob zu Hause, in der Kita oder im Park.

Am 18. Juni werden 25 Vorleser ausgelost und auf Facebook sowie per Email benachrichtigt. Sie erhalten von Librileo und seinen Partnern – neben dem Verlag Beltz & Gelberg sind auch Erdbär – Freche Freunde und die Wummelkiste beteiligt – eine pädagogisch wertvolle Vorlesebox mit Büchern, Anleitungen und anderen kleinen Präsenten, um das Vorlesevergnügen zu gestalten. Die Gewinne haben einen Gesamtwert von über 4000 Euro.

Auf der Facebook-Seite von Librileo könnt Ihr teilnehmen sobald es losgeht! Aktuelle Informationen findet Ihr außerdem bei Librileo.

Der kleine Bär und sein kleines Boot

Cover "Der kleine Bär und sein kleines Boot " © Gerstenberg

Cover “Der kleine Bär und sein kleines Boot” © Gerstenberg

Jedes Kind will gern groß werden. Auch Leseratte sagt mir schon jetzt immer deutlich, dass er kein Baby mehr ist, sondern ein Junge.

Wenn aber das Lieblings-T-Shirt plötzlich nicht mehr passt oder die Körpergröße das Schlafen im geliebten Gitterbettchen nicht mehr lange zulässt, fällt der Abschied vom Kleinsein schwer. Genauso geht es dem kleinen Bären im Pappbilderbuch “Der kleine Bär und sein kleines Boot”.

Vom Größerwerden und Abschiednehmen

Schlimm ist es für den kleinen Bären als er feststellt, dass er nicht mehr in sein kleines Boot passt. Denn er hat angefangen zu wachsen. Was soll er nur tun ohne seinen liebsten Spielkameraden, das kleine Boot? Da kommt dem gar nicht mehr so kleinen Bären eine Idee: “Ich muss einen anderen kleinen Bären finden, der mein kleines Boot genauso liebt wie ich!” Und er macht sich auf die Suche nach einem Nachfolger, der mit seinem kleinen Boot auf dem Waldbeersee herumrudern, Fische fangen und träumen kann.

“Der kleine Bär und sein kleines Boot” erzählt liebevoll vom Größerwerden und Abschiednehmen. Ein Dreamteam sind die Autorin Eve Bunting mit ihren feinfühligen, liebevollen Texten und die preisgekrönte Illustratorin Nancy Carpenter, die der Geschichte mit ihren leichten, warmherzigen Zeichnungen die Bilder verliehen hat.

Buchinformationen:

Eve Bunting, Nancy Carpenter: Der kleine Bär und sein kleines Boot, ab 2  Jahre, erschienen im Gerstenberg Verlag, 2011, erhältlich unter anderem in der Librileo-Bücherbox für 2-3-Jährige zum Thema “Wasser” vom Mai 2014.

Lola glänzt

Cover "Lola glänzt" © NordSüd Verlag

Cover “Lola glänzt” © NordSüd Verlag

Im Winter gehe ich mit Lesemaus und Leseratte gerne Enten füttern. Umso gespannter waren wir auf Lola, die Hauptfigur des Bilderbuches „Lola glänzt“ – entstanden als Gemeinschaftswerk der Autorin Irene Gunnesch und der Illustratorin Heide Stöllinger.

“Doch: nichts mit freier Sicht in den Tag!”

Als der Laufente Lola eines Tages nicht das sprichwörtliche Brett vor Augen, sondern eine Nacktschnecke die Sicht versperrt, ist sie erst einmal schrecklich genervt. Die Schnecke wiederum – namens Fiona Mona Glitzerspur – will kein Laufenten-Lieblingsessen mehr sein und sich durch die Sichtsperre Gehör verschaffen.

Mit Hartnäckigkeit, Charme und Schneckenglitzer schafft sie es, Lola zu umgarnen und von der Leibspeise zur Herzensfreundin zu werden.

Zu viel Glitzer ist gefährlich

Doch eitle Enten, die zu viel glänzen, leben gefährlich und laufen Gefahr, vom Fuchs entdeckt zu werden. Der Glitzer muss ab und Fiona Mona Glitzerspur verziert fortan nicht mehr die Ente, sondern den Fuchs mit ihrer Glitzerspur, um ihre Freundin zu warnen.

„Lola glänzt“ ist ein Bilderbuch, das sehr vielschichtig von der möglichen Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen, eigentlich sogar verfeindeten Wesen erzählt und sich zudem noch mit dem Thema Eitelkeit auseinandersetzt.

Die mehrfach ausgezeichnete Illustratorin Heide Stöllinger  verwendet experimentelle Techniken bei der Gestaltung ihrer Bücher. Die Glitzerspur von Fiona Mona etwa ist aus den Spänen von angespitzten Ölkreiden entstanden, die sie mit Kleber fixiert hat. Ihr Stil ist frech, dynamisch und witzig. Zusammen mit der sehr lyrischen, für meine vierjährige Lesemaus aber nicht immer einfach verständlichen Sprache, von Heide Stöllinger ein künstlerisches Werk, das sich angenehm aus dem Mainstream der Bilderbuchlandschaft erhebt und zum Nachdenken anregt.

Buchinformationen:

Irene Gunesch / Heide Stöllinger: Lola glänzt, ab 4 Jahre, erschienen im NordSüd Verlag, 2014, erhältlich unter anderem in der Librileo-Bücherbox für 4-6-Jährige zum Thema “Freundschaft” vom Februar 2014.

Pinguin gefunden

Cover "Pinguin gefunden" © Aufbau-Verlag

Cover “Pinguin gefunden” © Aufbau-Verlag

Das derzeitige Lieblingsstofftier von meiner Leseratte ist sein „Limilum“. Immer abends vor dem Schlafengehen fragt er: „Wo ist mein Limilum?“ Hat er sich angefunden, kuschelt er sich mit ihm ins Bett und fordert „Zudecken Limilum!“. Limilum ist sein Pinguin und die beiden verbindet eine wunderbare Freundschaft.

Um das Thema Freundschaft geht es auch in „Pinguin gefunden“ von Oliver Jeffers, dem Buch der Bücherbox für 2- bis 3-jährige von Librileo für den Monat Februar. Das Bilderbuch von Oliver Jeffers erzählt eine Geschichte von Einsamkeit und Freundschaft.

Vor seiner Haustür findet ein kleiner Junge einen traurigen Pinguin und begibt sich mit ihm zusammen auf die Suche nach dessen Zuhause. Er klappert das Fundbüro ab, fragt die ignoranten Vögel, doch niemand – nicht mal seine Quietscheente – weiß Bescheid.

Die Reise zum Südpol

Schließlich findet er selbst heraus, dass Pinguine am Südpol leben und die beiden machen sich mit einem Ruderboot auf in Richtung Süden. Während der langen und aufregenden Überfahrt erzählt der Junge dem Pinguin Geschichten. Am Südpol angekommen sieht der Pinguin noch trauriger aus als je zuvor und der Junge stellt erschrocken fest, dass der Pinguin sich gar nicht verirrt hatte, sondern einfach nur einsam war. Und auch er möchte nun nicht mehr auf den Pinguin verzichten. Die beiden sind Freunde geworden.

„Pinguin gefunden“ ist ein sehr liebevolles Bilderbuch, dass vom Alleinsein erzählt und von Freundschaft. Die in Aquarelltechnik gemalten Hintergründe, die in kräftigen, vornehmlich blauen Farben gehalten sind, und die ausdrucksstarken Figuren verleihen dem Bilderbuch seinen besonderen Reiz. Leseratte ist nun abends nicht mehr nur auf der Suche nach seinem Limilum, sondern auch auf der Suche nach „Pinguin gefunden“. Denn er braucht Abend für Abend das beruhigende Gefühl, das entsteht, wenn der kleine Junge und der traurige Pinguin am Ende zueinander finden. So wie er und Limilum.

Buchinformationen:

Oliver Jeffers: Pinguin gefunden, ab 2-3 Jahre, erschienen im Aufbau Verlag, 2010, erhältlich unter anderem in der Librileo-Bücherbox für 2-3-Jährige zum Thema “Freundschaft” vom Februar 2014.