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Cover Reggaehase Boooo

Der Reggaehase BOOOO und der gute Ton

“Wir sind SAAAT und wir lieben Salat!” – erinnert Euch das nicht an irgend so eine Berliner Band? Neeee! Der Reggaehase BOOOO mit vier O und seine Bandkumpanen Peter Fuchs und Herbie Heuler sind einzigartig und ihr erstes eigenes Lied (siehe oben) ist es auch!

Die Band Saaat

Die Band SAAAT

Die Band "Saaat"Die schwarze Wolke

Bei der Bandprobe

Bei der Bandprobe

Während das Reggae-Trio mal wieder in seinem unterirdischen Keller ein Lied mit einem “Dicken Zeh” ;-) probt, passiert draußen etwas Schreckliches. Eine dicke schwarze Wolke zieht auf und verdunkelt den Himmel. Als die drei nach draußen treten, sind alle Tiere im Reggaewald in einen tiefen Schlaf gefallen. Auch ihre süße Freundin, der Hase Josi, lässt sich nicht wieder wach küssen.

Alle sind eingeschlafen

Alle sind eingeschlafen

Der weise Skavogel weiß was

Da rufen die drei den mystischen Skavogel, der vermutet, dass die böse Hexe Babylonia dahinter steckt, aber auch nichts Genaues weiß, weil er im Mentogebirge auf Familienbesuch war. Er rät ihnen, die Plapperschlangen in der Plapperschlangenpappel zu befragen. Die plappern alle schrecklich durcheinander, lassen sich aber ganz gut verstehen, wenn sie singen. Vom “Buch der Könige” singen sie.

Das “Buch der Könige” und der gute Ton

Die Freunde machen sich also auf die Suche nach besagtem Buch und finden es in der Bibliothekshalle des königlichen Palastes. Dort lesen sie, dass nur der “gute Ton” den Fluch lösen kann und schaffen es erst zu dritt und schließlich gemeinsam mit den anderen Tieren des Waldes die Hexe Babylonia mit Hilfe der Musik zu besiegen. Am Ende gibt’s … Am Ende gibt’s – na was wohl? Ein Reggae-Konzert!

Für kleine und große Reggaefans

Der “Reggaehase BOOOO und der gute Ton” ist ein echter Geheimtipp für kleine und große Reggaefans. Irre witzig, wie die Band SAAAT das Songmaterial von SEEED verwurstet (Lesemaus und Leseratte wollen das immer wieder hören und wir Erwachsenen auch.) Die Geschichte ist herrlich schräg und cooool. Die Zeichnungen des Illustrators Lukasz Rusinek bestechen vor allem durch ihre eindrücklichen Farben.

Aber was wäre das Buch ohne die begleitende Audio-CD, auf der Sprecher Dr. Ring Ding mit wunderbar verlebter Musikerstimme die Geschichte erzählt und die Begleitmusik der Band SAAT, äh Yellow Umbrella zu hören ist. Die 1994 in Dresden gegründete Band hat den Reggaehasen Boooo erfunden und immer sonntags nach dem alljährlichen Dresdner Reggaefestival live aufgeführt. Daraus sind die Geschichten von Boooo entstanden, von denen es mittlerweile drei gibt. Nicht nur ein tolles Geschenk für Weihnachten!

Buchinformationen:

Jens Strohschnieder: Der Reggaehase BOOOO und der gute Ton, mit Audio-CD, ab 3 Jahre, 2015

Master of Puppets © Laura Berg

Master of Puppets

Früher habe ich gern Metallica gehört und andere harte Bands. Auch heute noch verlangt es mich ab und an nach derartiger Musik. Stattdessen höre ich Prinzessin Lillifee- und Pippi Langstrumpf-Songs. Oder das Allerschlimmste: Auf Platz eins der persönlichen Charts meiner Tochter stand wochenlang eine CD, die einer Windelpackung beilag. Im Auto und Zuhause schallte billiger Synthie-Sound in mein Ohr: „Zeigt her Eure Füßchen, zeigt her Eure Schuh‘ und sehet den fleißigen Waschfrauen zu. Sie waschen, sie waschen, sie waschen den ganzen Tag…“ Sophie klatschte begeistert mit und ich bekam den Wurm nicht mehr aus meinem Ohr.

Die Geburtsstunde des Metall

Wie erfrischend war es da neulich in der U-Bahn, als Leseratte bequem im Manduca untergebracht einem Gespräch über die angebliche Geburtsstunde des Metall lauschte. Ein wichtigtuerischer Anfang-Zwanzig-Jähriger begoss darin seinen Kumpel mit einem enthusiastischen Wortschwall: „Master of Puppets, das ist doch das Album des Jahrhunderts, mann. Metallica, die haben es doch voll drauf, Alter. Die haben sich doch echt entwickelt über die Jahre. Ey und weißte, die Erfindung der E-Gitarre, das war ja wohl die Geburtsstunde des Metall, Alter, und Metallica, das sind für mich die Stars des harten Sounds. So vielseitig wie die, das hat danach keiner mehr geschafft.“

Rock it, baby!

Ob sich das so unterschreiben lässt, sei dahingestellt. Aber der Anblick meines interessierten Sohnes, der der Ausführung mit großen Augen  zuhörte, beruhigte mich. Vielleicht wird auch er mal Metallica hören, wie meine Generation und die Zwanzigjährigen von heute. Und der Fluss der Zeit wird sich mit Hilfe der Musik zu einem Kreis schließen.