Schlagwort-Archive: Kinder

Tidy Books_Logo

Tidy Books Rabattaktion

Tidy Books

Tidy Books Regal mit 3-D-Alphabet

Lesemaus und Leseratte haben in ihrem Kinderladen seit neuestem ein Bücherregal, das die Cover der einzelnen Werke zeigt. Die Erzieherinnen stellen wöchentlich andere Bücher aus, um die Kinder mit den bunten Titelbildern zum Lesen anzuregen.

Das hat uns neugierig gemacht und ich habe im Internet nach Bücherregalen für Kinder recherchiert. Dabei bin ich auf Tidy Books gestoßen. Das in London ansässige Unternehmen stellt Regale speziell für Kinder her, die ihnen die Welt der Bücher näher bringen sollen. Gegründet wurde Tidy Books von einer Mutter und Geigenbauerin in England, inzwischen sind die Produkte rund ums Bücher-Verstauen auch in Deutschland erhältlich.

Das Konzept von Tidy Books

Die Bücherregale und Aufbewahrungssysteme von Tidy Books wurden auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten, um ihnen ein Umfeld zu bieten, das zum Lesen anregt und den Spaß an Büchern fördert. Das Design der Regale ist preisgekrönt, durch ihre Bauweise stehen die Bücher mit dem Buchtitel nach vorne und sind deshalb für Kinder leicht auffindbar. Die Regale bestehen aus umweltfreundlichen und qualitativ hochwertigen Materialien und sind deshalb laut dem Unternehmen langlebig und sehr stabil. Die Höhe des Regals ist an die Größe von kleinen Kindern angepasst und ermöglicht ihnen so das leichte Ein- und Ausräumen der Bücher.

Erhältlich sind die Regale in verschiedenen Ausführungen und Farben, unter anderem mit einem 3-D-Alphabet aus bunten Holzbuchstaben oder personalisiert mit dem Namen des Kindes in 3-D. Wir werden demnächst das Tidy Books Hochbett Regal für Euch testen und darüber berichten.

Rabattaktion von Lieblingsgören.de

Tidy Books Regal personalisiert

Tidy Books Regal personalisiert

Aber zunächst einmal haben wir für Euch in Kooperation mit Tidy Books eine Rabattaktion ins Leben gerufen, die vom

3. Oktober 2014 bis zum 17. Oktober 2014 läuft:

Mit dem Code LieblingsGoeren15 erhaltet Ihr in dieser Zeit 15 % Rabatt auf alle Produkte von Tidy Books. Einlösen könnt Ihr den Rabatt auf tidy-books.de einfach an der Kasse unter Angebotscode.

Wir danken Tidy Books für diese schöne Kooperation, unser Praxistest folgt demnächst …

Eure Stefanie

Felix bei den Kindern dieser Welt

Cover "Felix bei den Kindern dieser Welt", </br> © Coppenrath Verlag

Cover “Felix bei den Kindern dieser Welt”
© Coppenrath Verlag

Lesemaus liebte bereits die im Jahr 1994 veröffentlichen „Briefe von Felix“ – vor allem weil sich darin sechs echte Briefe befanden, die sie mit ihren kleinen Wurstfingern wieder und wieder aus den Umschlägen fischte. Ich persönlich fand die Texte und Zeichnungen manchmal ein wenig steif. Der Hase Felix steckte eben noch ein bisschen in den Kinderschuhen.

Ganz anders verhält es sich mit “Felix bei den Kindern dieser Welt”, denn vom Erstlingswerk bis hin zu diesem siebten Band der Felix-Reihe, der im Jahr 2005 veröffentlicht wurde, hat sich nicht nur der Hase weiterentwickelt, auch die Reiseberichte sind viel spannender und (vor-)leserlicher geworden. Aber von vorn …

Felix fällt ins Wasser und geht auf Reisen

Am Anfang steht eine Reise von Sophies Familie an die Küste Schwedens. Hier geht der kleine Hase Felix bei einer Bootstour über Bord und bleibt unauffindbar. Wieder zurück aus dem Urlaub wartet Sophie zunächst vergeblich auf Post von ihrem Lieblingskuscheltier. Bis endlich der erste Brief vom Nördlichen Polarkreis eintrifft, der von dem Jungen Nils-Aslak und seinem Volk der Sami erzählt und einen kleinen Webrahmen samt Anleitung enthält. Der Hase ist wieder auf Reisen gegangen und erzählt diesmal von den Kindern verschiedener Kulturen.

Vom Nördlichen Polarkreis bis nach Hause

Der zweite Brief stammt aus der Sahara und berichtet von den Tuareg, dem Mädchen Aischa und ihrem Leben in der Wüste. Weiter geht’s in den Süden von Afrika mit Felix’ Berichten über eine Bekanntschaft mit Zanele, die dortige Kultur und die traurige Zeit der Apartheid. Vom afrikanischen Kontinent aus gelangt Felix nach Neuseeland, wo er von Hine Iti Moana (auf Deutsch: Kleine Meerjungfrau) den Gruß der Maori “Kia Ora” lernt und an einem großen Familientreffen teilnimmt. Aus San Francisco in Amerika schickt Felix schließlich sogar ein Foto der Zwillinge Lionel und Leslie, die mit ihm zusammen zur Golden-Gate-Brigde gefahren sind. Der letzte Brief vor Felix’ Rückkehr stammt aus Israel und mit ihm trifft auch das traditionelle jüdische Dreidel-Spiel ein (samt Bastel- und Spielanleitung), das Felix mit Matan und seiner Familie gespielt hat.

Als es Sophie vor Sehnsucht schon kaum mehr aushält und Weihnachten naht, kehrt der reiselustige Kuschelhase auf sensationelle Weise nach Hause zurück und bringt Sophie als Geschenk ein Maori-Spiel mit. Wie glücklich sie und Lesemaus da waren!

Von anderen Kulturen lernen

© Felix der Hase, Coppenrath Verlag, Münster 2014

© Felix der Hase, Coppenrath Verlag, Münster 2014

Lesemaus liebt Felix und sie liebt es, seinen Geschichten aus aller Welt zu lauschen. “Felix bei den Kindern dieser Welt” erzählt von Kindern aus unterschiedlichen Kulturkreisen auf verschiedenen Teilen der Erde. Das gibt Kindern spannende (erste) Einblicke in die Vielfältigkeit unserer Welt und der Menschen, die sie bevölkern. Die Briefe nimmt nicht nur Sophie als Ausgangsmaterial für weitere Nachforschungen. Auch Lesemaus und ich haben uns auf ihrer Grundlage noch eingehender über verschiedene Kulturen informiert. Besonders anschaulich und spielerisch lernen Kinder das Leben anderer Kulturen durch die mitgeschickten Spiele kennen.

“Felix bei den Kindern dieser Welt” ist ein (vor-)lesens- und schenkenswertes Buch – nicht nur, aber sehr gut geeignet auch für die Urlaubssaison.

Hintergrund: Felix feiert 20-jähriges Jubiläum

Felix hat Geburtstag: Der reiselustige Kuschelhase Felix wird im Jahr 2014 20 Jahre alt. Im Jahr 1994 wurde mit den “Briefen von Felix” das erste Abenteuer des kleinen Hasen veröffentlicht, der immer wieder seiner Besitzerin Sophie abhanden kommt und auf Reisen geht. Die Abenteuer des kleinen Kuschelhasen Felix gingen seither um die Welt und wurden bereits in 30 Sprachen übersetzt mit über sieben Millionen verkauften Exemplaren.

Zwei Kinofilme, eine TV-Serie und ein Musical krönten den Erfolg. Seit August 2013 ist Felix sogar Kinderbotschafter der SOS-Kinderdörfer zur Förderung des Kulturaustauschs zwischen den Kindern dieser Welt. Im März 2014 wurde die Buchreihe “Felix” mit dem ITB Buch-Award in der Kategorie “Reisebücher für Kinder” ausgezeichnet.

Es gibt eine eigene Felix-Webseite , über die Kinder unter anderem eine E-Mail an Felix schicken können und sogar einen Felix-Club für kleine große Fans (derzeit für 10 Euro im Jahr), der besondere Felix-Artikel und weitere Briefe mit interessanten Informationen verspricht.

Über “Die Spiegelburg” vertreibt der Coppenrath Verlag im Rahmen seines Non-Book-Programms viele weitere Produkte rund um den Hasen Felix. Eine clevere Marketingstrategie, die aufgeht, denn Kinder lieben den kleinen Kuschelhasen und seine Abenteuer. An Geschenkideen rund um Felix mangelt es jedenfalls nicht.

Buchinformationen:

Annette Langen & Constanza Droop: Felix bei den Kindern dieser Welt, ab 5  Jahre, erschienen bei Coppenrath Kinder, 2005, erhältlich unter anderem in der Librileo-Bücherbox für 4-6-Jährige zum Thema “Kulturen” vom Juni 2014.

Kirschvoegelchen 1

Das Kirschvögelchen

Ist das eine Kirsche oder ein Vögelchen? Die Theaterpädagogin und Fotografin Gabriele Neumaier spielt in ihren Bildergeschichten für Kinder ab 2 Jahre mit der Wahrnehmung.

Es war einmal eine Kirsche, die hing zusammen mit vielen anderen Kirschen an einem Kirschbaum. Die Sonne schien und brachte sie zum Glänzen und sie freute sich ihres Lebens. Denn schönes Wetter ist auch für Kirschen nicht selbstverständlich, deswegen ist manchmal der Wurm drin. Eines Tages wehte ein laues Lüftchen und alle Kirschen schwankten leise im Wind. Unsere Kirsche aber machte ein richtiges Tänzchen und drehte sich dabei nach links und nach rechts. Als sie die Nachbarkirsche betrachtete, erschrak sie heftig. Die war rund und glatt! Die sah so ganz anders aus als sie selbst! Das wusste sie sicher, denn am Abend zuvor waren viele dicke Regentropfen vom Himmel gefallen und sie hatte sich in ihnen betrachtet wie in einem Spiegel.

Kirschvoegelchen 2Vorne oben rechts entdeckte sie dabei einen Knubbel. Auf dem Knubbel war aber noch ein Knubbel, allerdings etwas länglich, so dass die Kirsche nicht sicher war, ob dieser Knubbel auch wirklich ein Knubbel war. Aber das war ihr schließlich egal. Normalerweise vergießen Kirschen keine Tränen. Aber unsere Kirsche wurde plötzlich sehr zornig, weil sie so anders aussah als die anderen Kirschen, und ihre Tränen waren Zorntränen. Sie drehte sich wütend so lange im Wind hin und her, bis es dem Stiel, an dem sie hing, ganz schwindelig wurde und er die Kirsche einfach abwarf. Ups. Da lag sie nun am Boden.

Es war schon dunkel als sie neben sich ein leises Wispern hörte. „Lass das, die darfst du nicht annagen“, schimpfte eine Ameisenmutter ihr Ameisenkind. Das Kind war störrisch und freute sich auf den süßen Schmaus. Da schob die Ameisenmutter das Ameisenkind mit dem ersten Bein von sechs Beinen vorne links ein wenig ruppig beiseite.

„Diese Kirsche“ – flüsterte sie leise weiter – „ist eine ganz besondere. Setz dich hin und hör zu.“ Das Ameisenkind weinte ein wenig, setzte sich dann aber ins Gras und sperrte nach dem ersten Satz der Erzählung staunend das Mäulchen auf.

„Vor zwei Monaten verliebte sich eine Amsel in eine wunderschöne Kirschblüte. Sie flog ständig um sie herum, bewegte sich dabei wie ein Kolibri, roch ihren betörenden Duft, setzte sich neben sie auf den Ast, betrachtete sie verliebt und trällerte zärtliche Melodien. Manchmal aber, weil die Kirschblüte so gar nicht reagierte, pfiff sie auch ganz schön schrill. So verging Woche um Woche. Dann kam der Wind und trug die Blütenblätter davon. Und siehe da: Aus der Kirschblüte war eine kleine grüne Kugel geworden. Die Kugel wuchs und wuchs, wurde rot  und immer dicker. Oben rechts hatte sie einen kleinen Knubbel und auf diesem Knubbel einen kleinen Schnabel. Jetzt war es ganz sicher: Die Kirsche war keine normale Kirsche, sondern ein Kirschvögelchen.“

Das Ameisenkind betrachtete die Kirsche erstaunt. Diese rührte sich gar nicht, weil Kirschvögelchen schlafen, wenn es dunkel wird. Die kleine Ameise  umkreiste es zweimal auf ihren kurzen Beinchen. Dann setzte sie sich die ganze Nacht ganz nah daneben und passte auf.

Kirschvoegelchen 3Am nächsten Morgen kam eine Frau in den Garten und pflückte Kirschen. Sie musste sich bücken, weil ihr dabei einige Kirschen aus der Hand gefallen waren. Da sah sie im Gras eine Kirsche ohne Stiel liegen und zwei Ameisen, eine kleine und eine große, die schnell davonkrabbelten. Sie hob die Kirsche auf, schaute sie verdutzt an und rief aufgeregt: „Ein Kirschvögelchen, ein Kirschvögelchen!“ Aber keiner hörte sie, denn außer ihr selbst war niemand da. Und weil man ein Kirschvögelchen nicht essen soll – es ist etwas ganz Besonderes – legte sie es vorsichtig in eine gemütliche kleine Asthöhlung und pflückte weiter Kirschen.

Kirschvoegelchen 4Und wenn das Kirschvögelchen nicht doch gegessen wurde, von einem dieser Leute, die nicht einmal anschauen, was sie in den Mund stecken, dann sitzt es heute noch dort.

 

Text und Bilder: © Gabriele Neumaier