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Felix bei den Kindern dieser Welt

Cover "Felix bei den Kindern dieser Welt", </br> © Coppenrath Verlag

Cover “Felix bei den Kindern dieser Welt”
© Coppenrath Verlag

Lesemaus liebte bereits die im Jahr 1994 veröffentlichen „Briefe von Felix“ – vor allem weil sich darin sechs echte Briefe befanden, die sie mit ihren kleinen Wurstfingern wieder und wieder aus den Umschlägen fischte. Ich persönlich fand die Texte und Zeichnungen manchmal ein wenig steif. Der Hase Felix steckte eben noch ein bisschen in den Kinderschuhen.

Ganz anders verhält es sich mit “Felix bei den Kindern dieser Welt”, denn vom Erstlingswerk bis hin zu diesem siebten Band der Felix-Reihe, der im Jahr 2005 veröffentlicht wurde, hat sich nicht nur der Hase weiterentwickelt, auch die Reiseberichte sind viel spannender und (vor-)leserlicher geworden. Aber von vorn …

Felix fällt ins Wasser und geht auf Reisen

Am Anfang steht eine Reise von Sophies Familie an die Küste Schwedens. Hier geht der kleine Hase Felix bei einer Bootstour über Bord und bleibt unauffindbar. Wieder zurück aus dem Urlaub wartet Sophie zunächst vergeblich auf Post von ihrem Lieblingskuscheltier. Bis endlich der erste Brief vom Nördlichen Polarkreis eintrifft, der von dem Jungen Nils-Aslak und seinem Volk der Sami erzählt und einen kleinen Webrahmen samt Anleitung enthält. Der Hase ist wieder auf Reisen gegangen und erzählt diesmal von den Kindern verschiedener Kulturen.

Vom Nördlichen Polarkreis bis nach Hause

Der zweite Brief stammt aus der Sahara und berichtet von den Tuareg, dem Mädchen Aischa und ihrem Leben in der Wüste. Weiter geht’s in den Süden von Afrika mit Felix’ Berichten über eine Bekanntschaft mit Zanele, die dortige Kultur und die traurige Zeit der Apartheid. Vom afrikanischen Kontinent aus gelangt Felix nach Neuseeland, wo er von Hine Iti Moana (auf Deutsch: Kleine Meerjungfrau) den Gruß der Maori “Kia Ora” lernt und an einem großen Familientreffen teilnimmt. Aus San Francisco in Amerika schickt Felix schließlich sogar ein Foto der Zwillinge Lionel und Leslie, die mit ihm zusammen zur Golden-Gate-Brigde gefahren sind. Der letzte Brief vor Felix’ Rückkehr stammt aus Israel und mit ihm trifft auch das traditionelle jüdische Dreidel-Spiel ein (samt Bastel- und Spielanleitung), das Felix mit Matan und seiner Familie gespielt hat.

Als es Sophie vor Sehnsucht schon kaum mehr aushält und Weihnachten naht, kehrt der reiselustige Kuschelhase auf sensationelle Weise nach Hause zurück und bringt Sophie als Geschenk ein Maori-Spiel mit. Wie glücklich sie und Lesemaus da waren!

Von anderen Kulturen lernen

© Felix der Hase, Coppenrath Verlag, Münster 2014

© Felix der Hase, Coppenrath Verlag, Münster 2014

Lesemaus liebt Felix und sie liebt es, seinen Geschichten aus aller Welt zu lauschen. “Felix bei den Kindern dieser Welt” erzählt von Kindern aus unterschiedlichen Kulturkreisen auf verschiedenen Teilen der Erde. Das gibt Kindern spannende (erste) Einblicke in die Vielfältigkeit unserer Welt und der Menschen, die sie bevölkern. Die Briefe nimmt nicht nur Sophie als Ausgangsmaterial für weitere Nachforschungen. Auch Lesemaus und ich haben uns auf ihrer Grundlage noch eingehender über verschiedene Kulturen informiert. Besonders anschaulich und spielerisch lernen Kinder das Leben anderer Kulturen durch die mitgeschickten Spiele kennen.

“Felix bei den Kindern dieser Welt” ist ein (vor-)lesens- und schenkenswertes Buch – nicht nur, aber sehr gut geeignet auch für die Urlaubssaison.

Hintergrund: Felix feiert 20-jähriges Jubiläum

Felix hat Geburtstag: Der reiselustige Kuschelhase Felix wird im Jahr 2014 20 Jahre alt. Im Jahr 1994 wurde mit den “Briefen von Felix” das erste Abenteuer des kleinen Hasen veröffentlicht, der immer wieder seiner Besitzerin Sophie abhanden kommt und auf Reisen geht. Die Abenteuer des kleinen Kuschelhasen Felix gingen seither um die Welt und wurden bereits in 30 Sprachen übersetzt mit über sieben Millionen verkauften Exemplaren.

Zwei Kinofilme, eine TV-Serie und ein Musical krönten den Erfolg. Seit August 2013 ist Felix sogar Kinderbotschafter der SOS-Kinderdörfer zur Förderung des Kulturaustauschs zwischen den Kindern dieser Welt. Im März 2014 wurde die Buchreihe “Felix” mit dem ITB Buch-Award in der Kategorie “Reisebücher für Kinder” ausgezeichnet.

Es gibt eine eigene Felix-Webseite , über die Kinder unter anderem eine E-Mail an Felix schicken können und sogar einen Felix-Club für kleine große Fans (derzeit für 10 Euro im Jahr), der besondere Felix-Artikel und weitere Briefe mit interessanten Informationen verspricht.

Über “Die Spiegelburg” vertreibt der Coppenrath Verlag im Rahmen seines Non-Book-Programms viele weitere Produkte rund um den Hasen Felix. Eine clevere Marketingstrategie, die aufgeht, denn Kinder lieben den kleinen Kuschelhasen und seine Abenteuer. An Geschenkideen rund um Felix mangelt es jedenfalls nicht.

Buchinformationen:

Annette Langen & Constanza Droop: Felix bei den Kindern dieser Welt, ab 5  Jahre, erschienen bei Coppenrath Kinder, 2005, erhältlich unter anderem in der Librileo-Bücherbox für 4-6-Jährige zum Thema “Kulturen” vom Juni 2014.

Oster-Spezial Stefanie Roloff

Buchgeschenke zu Ostern: Hase mal fünf

Schokoeier, Schokohasen – Schoko, Schoko, Schoko? Damit im Nest nicht nur Schokolade landet, sondern auch geistige Nahrung: Hier für Euch fünf Hasenbücher als Geschenkideen fürs Osterfest.

Der Klassiker: Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?

Cover "Weißt du eigentlich, wie lieb ich die hab?" © Sauerländer Verlag

Cover “Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?” © Sauerländer Verlag

Kleiner Hase und großer Hase machen vor dem Zu-Bett-gehen einen Wettstreit. Jeder versucht den anderen mit Liebesbekundungen zu übertreffen, bis der kleine Hase sagt: “Ich hab Dich lieb bis zum Mond” und das kann wirklich keiner toppen.

Dieses Bilderbüchlein gehört eigentlich in jedes Kinderzimmer. Denn mit kaum einem Buch lässt sich so schön erklären, wie lieb man sich hat.

Die Einschlafhilfe: Kaninchen ist sooo müde

Cover "Kaninchen ist sooo müde" © Beltz & Gelberg

Cover “Kaninchen ist sooo müde” © Beltz & Gelberg

Kaninchen möchte einfach nur schlafen – doch der Bär schwingt den Hammer, die Mäuseband gibt ein Konzert, der Fuchs hackt Holz und die Schildkröte betätigt die Fahrradklingel. Am Ende finden alle gemeinsam eine Lösung gegen die Schlaflosigkeit …

Dieses Bilderbuch mit Fenstern und Türen zum Aufklappen geleitet kleine Lesemäuse und Leseratten liebevoll in den Schlaf.

 

Der Mutmacher: Rosi in der Geisterbahn

Cover "Rosi in der Geisterbahn" © Beltz & Gelberg

Cover “Rosi in der Geisterbahn” © Beltz & Gelberg

Rosi hat schreckliche Angst vor Monstern und wird von Alpträumen geplagt. Ein Traumspezialist empfiehlt ihr ein Buch über den Umgang mit Monstern und sie sich ihrer Furcht in der Geisterbahn.

Das sehr kindgerecht gezeichnete Bilderbuch von Philip Waechter macht kleinen Hasenfüßen Mut und löst die Monsterangst in Luft auf.

 

 

Der Vorlese-Liebling: Karlchen-Geschichten

Cover "Karlchen-Geschichten" © Hanser Verlag

Cover “Karlchen-Geschichten” © Hanser Verlag

Karlchen hat – wie jedes Kleinkind und jeder kleine Hase – seine ganz eigene Sicht auf die Welt. Im Winter will er, dass Sommer ist, Möhrchen malt er blau und zum Geburtstag will er tausend Leute einladen.

Die kurz und knackig, aber auch einfühlsam und philosophisch geschriebenen Karlchen-Geschichten eignen sich wunderbar zum abendlichen Vorlesen.

Das empfohlene Lesealter beträgt 3 Jahre, aber auch darüber hinaus liefern die Geschichten viel Stoff zum Nachdenken und darüber sprechen.

 

Die Provokation: Pipikack

Cover “Pipikack” © Moritz Verlag

Simon antwortet auf alle Fragen und Bitten immer nur mit dem Ausruf “Pipikack” – bis ihn eines Tages der Wolf frisst und sein Vater ihn retten muss. Daraus scheint er gelernt zu haben, denn er drückt sich plötzlich nur noch sehr gewählt aus.

Doch bereits kurze Zeit später ist alles vergessen und sein neues Lieblingswort ist “Pups”.

Pädagogisch wertvoll ist “Pipikack” keinesfalls, aber es entspannt den Pipi-Kack-Pups-Alltag mit Kleinkind, der wohl den meisten Eltern kein Fremdwort sein dürfte.

Buchinformationen:

Sam McBratney & Anita Jeram: Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?, ab 3 Jahre, erschienen im Sauerländer Verlag, 15. Auflage 2008

Axel Scheffler & Julia Donaldson: Kaninchen ist sooo müde, ab 3 Jahre, erschienen im Verlag Beltz & Gelberg, 2000

Philip Waechter: Rosi in der Geisterbahn, ab 3 Jahre, erschienen im Verlag Beltz & Gelberg, 2005

Rotraut Susanne Berner: Karlchen-Geschichten, ab 3 Jahre, erschienen im Hanser Verlag, 2003

Stephanie Blake: Pipikack, ab 3 Jahre, erschienen im Moritz Verlag, 2013

Wir wünschen Euch und Euren Kindern viel Spaß beim Suchen, Finden und Lesen der vorgeschlagenen Bücher. In diesem Sinne: Frohe Ostern!