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Cover: Der neugierige Garten, © Bohem Verlag

Der neugierige Garten

Lesemaus, Leseratte und ich lieben unsere Terrasse. Jetzt wo der Frühling ruft und draußen die Vögel wie irre zwitschern, haben wir schon so einiges gepflanzt. Narzissen, Hyazinthen, Tagetes blühen auf dem Balkon. Kleine Tomatenpflänzchen und Sonnenblumen sprießen drinnen auf dem Fensterbrett.

Pflanzen wider die Tristesse

Was gibt es Schöneres als an einem grauen Tag seine Blumen zu begutachten, hier ein altes Blütenblättchen zu entfernen und da ein bisschen zu düngen und zu gießen? Für Liam ist das nicht selbstverständlich. In Peter Browns Bilderbuch “Der neugierige Garten” gibt es eine Stadt “ohne Gärten, ohne Bäume, ja gänzlich ohne das kleinste bisschen Grün.” Trostlos, oder? Bis Liam, der gerne draußen ist, eines Tages auf die alte Hochbahntrasse steigt und ein kleines Fleckchen mit Wildblumen und Pflanzen entdeckt. Fast am Eingehen sind sie. Liam nimmt sich ihrer an, gießt sie, schneidet sie zurück und wird mit der Zeit ein richtiger kleiner Gärtner.

Urban Gardening für Kleine

Und schwupps: Plötzlich ist die ganze Bahntrasse voll mit kleinem Unkraut, Mosen und lieblicheren Pflanzen. Da kommt der Winter und mit ihm verschwindet die Pracht. Doch Liam gibt nicht auf und im nächsten Frühling beginnt sein Garten sich auf die Reise zu machen. Hinein in die triste, graue Stadt. Und das beste: Liam ist nicht mehr allein! Viele neue kleine Gärtner haben sich ihm angeschlossen, um ihr Wohnumfeld zu begrünen. Am Ende ruft die Utopie der grünen Stadt.

Das Eisenbahnviadukt im Westteil Manhattans als Vorbild

Der Autor Peter Brown konnte es sich nicht vorstellen, dass aus Beton, Stein und Stahl Pflanzen wachsen können, bis er entdeckte, dass die Natur sich vieler undenkbarer Orte bemächtigt.

Ein altes Eisenbahnviadukt im Westteil Manhattans diente ihm als Inspiration für das Bilderbuch. Denn als er die wild bewachsene ehemalige Highline sah, begann er darüber nachzudenken, was denn passieren würde, wenn man sich dazu entschiede, eine ganze Stadt zu begrünen: “Womit würde es beginnen?”

Der Bohem Verlag steht für wunderschön illustrierte Bücher in edler Aufmachung. Ich liebe es, über den schönen Leinen-Einband von “Der neugierige Garten” zu streichen. Die Sprache ist manchmal ein bisschen zu sehr an der Erwachsenenwelt orientiert, aber die Message des Buches kommt rüber und regt nicht nur die Großen zum Nachdenken an.

Der Frühling ruft! Urban Gardening rocks!

Warum wir noch keinen Kleingarten haben, lest ihr hier: Normcore sein wie Ryan Gosling?

Buchinformationen:

Peter Brown: Der neugierige Garten, ab 3 Jahre, Bohem Verlag 2014

Tuerchen 23

Türchen 23: Marie und die Dinge des Lebens

Cover "Marie und die Dinge des Lebens" © Bohem

Cover “Marie und die Dinge des Lebens” © Bohem

“Es war ein Riesenspaß, wenn Großmama kam. Dann sausten sie zusammen durch den Garten. Vom Kirschbaum bis zum Zaun, eine Runde um den Teich und wieder zurück. Danach futterten sie alle Kekse auf. Ist das nicht ein Spaß, den man nie vergisst? Sind das nicht die leckersten Kekse, die du je gegessen hast?

(aus: “Marie und die Dinge des Lebens” von Kaatje Vermeire und Tine Mortier)

“Augenblick verweile doch, du bist so schön!”, möchte ich ausrufen, in Momenten, in denen einfach alles stimmt. Etwa als Lesemaus, Leseratte, der Lesemaus-Leseratte-Papa und ich heute zusammen eine kleine Öko-Blaufichte mit zwei Spitzen selbst gesägt haben, die nun in unserem Christbaum-Ständer steht, und die ich ganz besonders liebe.

Das Leben ist in diesen Momenten so brennend schön, das es fast weh tut. Auch Marie kann das, Augenblicke genießen und das ist wichtig, denn sie sind das, was bleibt, wenn es wirklich weh tut. Hier findet Ihr meine vollständige Rezension auf dem Tidy Books Blog.

Und nur noch bis morgen: Die Lieblingsgören-Adventsverlosung von Astrid Lindgrens: Tomte Tummetott!