Klar, dass Mama Ole / Anna lieber hat

Cover: "Klar, dass Mama Ole lieber hat" © Oetinger

Cover: “Klar, dass Mama Ole lieber hat”  © Oetinger

Eifersucht unter Geschwistern – davon kann ich ein Lied singen. Denn gefühlte 1000-mal am Tag gehen sich Lesemaus und Leseratte derzeit an den Kragen und würgen sich in Simpsons-Manier.

Kirsten Boie und Silke Brix haben sich diesem Thema in “Klar, dass Mama Ole / Anna lieber hat” auf witzige und liebevolle Weise angenommen. Und auf besondere Weise: Denn hier handelt es sich um zwei Bücher in einem.

In “Klar, dass Mama Ole lieber hat” beschwert sich Anna darüber, dass Ole immer mitspielen will und alles kaputt macht und Mama Ole viel lieber hat, weil sie ihm “immer mehr Pudding auf den Teller tut als Anna”. Jawoll!

Dreht man das Buch um, ist es der dreijährige Ole in “Klar, dass Mama Anna lieber hat”, der sich darüber aufregt, dass seine große Schwester “Du Wurzelzwerg”” und ” Du Baby!” zu ihm sagt und seine Mama sowieso Anna viel lieber hat, weil sie ihr “immer viel mehr Pudding auf den Teller tut als Ole”.

Eifersucht unter Geschwistern …und Liebe

Doch dann muss Mama kurz mal weg zu ihrer Schwester Christiane, weil deren Schlüssel aus dem Fenster gefallen ist, und lässt ihre beiden “tüchtigen, großen Kinder” allein in der Wohnung zurück. Da merken Anna und Ole plötzlich, dass sie sich brauchen. Ole braucht Anna, weil er sie für unbesiegbar hält und Anna braucht Ole, um sich unbesiegbar zu fühlen. Am Ende kuscheln beide in Mamas Bett und lachen darüber, dass es draußen “dunkel wie im Affenpopo” ist. Als Mama zurückkommt treffen sich die beiden Geschichten auf einer gemeinsamen Doppelseite.

Hilfe in Zeiten des Geschwisterkampfs

“Klar, dass Mama Anna / Ole lieber hat” hilft über die schwierigen Zeiten des Geschwisterkampfs hinweg. Es zeigt den Alltag zweier Geschwister realistisch und kindgerecht auf das jeweilige Alter zugeschnitten. Und: Es ist brüllend komisch, wie die beiden sich in die Wolle kriegen und berührend, wie sie sich trotzdem lieb haben und brauchen.

Kirsten Boie gilt nicht umsonst als “Glücksfall für die deutsche Kinderbuch-Literatur” (NDR) und der Illustratorin Silke Brix gelingt es – wie nur wenigen – derart schwungvoll und witzig zu zeichnen, dass es eine Freude ist.

Buchinformationen:

Kirsten Boie & Silke Brix: Klar, dass Mama Anna / Ole lieber hat, ab 3 und ab 5  Jahre, erschienen im Oetinger Verlag, 2011

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