Kategorie-Archiv: Allgemein

Liebende bleiben

Liebende bleiben mit Jesper-Juul-Interview

Ist das nicht ein schöner Titel? Jesper Juuls neues Buch mit dem Untertitel “Familie braucht Eltern, die mehr an sich denken” ist ein Geschenk. Ein Geschenk für alle Paare, die sich auf dem langen Weg als Mama und Papa verloren haben und wiederfinden möchten.

Spannende Paargespräche

Der Familientherapeut spricht darin mit Eltern über ihre jeweilige Situation und versucht, mit ihnen gemeinsam eine Lösung zu finden – man selbst kann daraus viel über seine eigene Familie lernen. Um Familie und Partnerschaft geht es also in diesem Buch, das sieben Beratungsgespräche wiedergibt, die Jesper Juul während eines Aufenthalts in München geführt hat.

Da sind Yvonne und Tobias mit Lara (5) und Ben (1). Sie sind sich überhaupt nicht einig in Beziehungsfragen und wisst ihr was: Das ist auch gut so! Denn es ist ok, wenn jeder seinen Standpunkt hat, solange er ihn authentisch vertritt. Und man kann den Partner ja auch vom Gegenteil überzeugen. Das war mir neu! Ich dachte, man müsste immer krampfhaft an einem Strang ziehen (… und sich dabei mehr als einmal selbst verlieren).

Da sind Sarah und Maik mit Fabian (fast 3) und Pia (1), beide Freiberufler. Kinder und zuhause arbeiten, wie soll das gehen? Wie soll man sich zuhause bewusst abgrenzen, wenn man arbeiten muss? Das geht! Aber nicht mit leeren Versprechungen wie: “So, mein Schatz, ich schreibe jetzt mal noch kurz eine Email und dann spielen wir natürlich gleich Lego. Aber das muss ich erst noch machen.” Nach einer Stunde ist man aber immer noch nicht da. Klarheit ist wichtig: “Ich arbeite jetzt.”

Paartherapie? Nö!

Diese und viele weitere Gespräche (sowie Tipps von Jesper Juul) finden sich wörtlich wiedergegeben in dem modernen Beziehungsratgeber, der – wie ich finde – eine Paartherapie ersetzen kann, wenn noch nicht alles total festgefahren und kurz vor dem Auseinanderbrechen ist.

Was ist aber, wenn die Luft schon am Brennen ist?

Diese Frage durfte ich Jesper Juul stellen und er hat mir Folgendes dazu geantwortet:

Jesper Juul: “Eltern befinden sich diesbezüglich in der gleichen Situation wie Kleinkinder: Sie müssen sich mit ihren eigenen emotionalen Reaktionen vertraut machen, um sie kennenzulernen und Möglichkeiten zu finden, sie auf eine Weise zum Ausdruck zu bringen, die eine Beziehung stärkt.

Wenn ein Elternteil laut wird, ist es wichtig, dem/der Betreffenden zu ermöglichen, die verbale Auseinandersetzung mit dem Kind  weiterzuführen und zu beenden; danach (sobald die Emotionen wieder im Lot sind) sollte die Frage erfolgen: „Was genau ist passiert?“ Nur wenn wir dieser Frage im Dialog mit einem anderen einfühlsamen Erwachsenen nachgehen, können wir lernen, unsere Stimmbandmuskeln zu steuern und statt der lauten Töne die leisen anzuschlagen.

Deshalb habe ich ein Problem mit der Zuordnung zu den beiden Kategorien „positive und negative Gefühle“. Frustration und Wut sind ebenso ein Teil der Liebe wie Kuscheln und Massage. Die Qualität Ihrer Erziehung sollte nicht an der Häufigkeit der Wutgefühle gemessen werden, sondern vielmehr an der Entscheidung, wie Sie (als Paar und als Einzelpersonen) damit umgehen.”

Weitere spannende Fragen und die Antworten darauf findet ihr bei den tollen Blogs:

Munchkins Happy Place

Frieda Friedlich

Cuchikind

Mama Berlin

Wheelymum

und Papalapapi.

Buchinformation: Liebende bleiben. Familie braucht Eltern, die mehr an sich denken. Für Erwachsene, Beltz Verlag 2017

 

Das U-Boot auf dem Berg

Das U-Boot auf dem Berg

Es ist schon ein wenig her, da war ich mit Lesemaus bei einer buntschillernden Lesung abends im Berliner Aquarium zusammen mit vielen, vielen Fischen, einigen Menschen und dem Kinderbuchautor Ulrich Fasshauer. Er las aus seinem Buch “Das U-Boot auf dem Berg”.

Berliner Aquarium

Aufgeregt auf dem Weg ins Aquarium … © Stefanie Roloff

Wie kommt ein U-Boot auf den Berg?

Wenn man es von seinem verrückten Onkel geschenkt bekommt. So wie Mauritius von Onkel Christoph zu seinem 12. Geburtstag und das passt, denn im Leben des Jungen dreht sich vieles um Fische – er will Meeresbiologe werden. Und das U-Boot und der Onkel bringen seine kleine, ruhige Welt, in der sich alles um Fische dreht, ganz schön durcheinander.

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Gelb wie ‘ne Zitrone lauschte auch er der Lesung! © Stefanie Roloff

Onkel Christoph ist verrückt!

Denn Onkel Christoph ist seltsam, wirklich verrückt und das findet Mauritius am Anfang ganz schön unangenehm, als dieser kommt, um “erst einmal” bei der Familie zu bleiben. Doch von dieser Andersartigkeit kann er auch ganz schön viel lernen. Lernen, wie man Mieke anspricht, in die er heimlich verliebt ist, lernen, wie man einen Wahnsinnsgeburtstag mit der ganzen Klasse übersteht und vieles mehr … Und schließlich möchte er doch gerne genauso sein wie sein Onkel, obwohl er weiß, dass man sich an Christophs psychischer Krankheit nicht anstecken kann. Doch was dann noch alles Verrücktes passiert, müsst ihr selbst lesen …

Der Autor

Ulrich Fasshauer

Der Autor bei der Lesung im Aquarium, © Stefanie Roloff

Geboren wurde Ulrich Fasshauer 1973 in Köln. Er absolvierte seinen Zivildienst in einer psychiatrischen Klinik, studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Köln und Paris und arbeitete im Anschluss als Dozent an der Universität zu Köln. Heute lebt er in Berlin, schreibt Kinder- und Jugendbücher und lektoriert Drehbücher.

Fische im Berliner Aquarium

Wusstet ihr, dass es pinke Fische gibt? Vielleicht hat Onkel Christoph sie erfunden … In der Mitte klebt übrigens kein Blümchen, sondern ein kleines Seesternchen … © Stefanie Roloff

Buchinformation: Ulrich Fasshauer – Das U-Boot auf dem Berg, Tulipan Verlag, ab 10 Jahre

 

Cover Dingdongdilli Eulenspiegel Kinderbuchverlag

Der Dingdongdilli

Größer sein, stärker sein, lieber blonde als braune Haare haben: Nicht mehr man selbst, sondern jemand ganz anderes zu sein – das wünscht sich wohl jedes Kind einmal.*

Stromer will berühmt sein …

So wie der Hund Stromer, der genauso berühmt werden will wie der von allen umschwärmte Schimmel Paladin von der Nachbarfarm. Als er im Wald die Hexe Hulda trifft, geht dieser Wunsch in Erfüllung und er wird von ihr in ein Tier verwandelt, das es auf der Welt nur ein einziges Mal gibt: Den Dingdongdilli. Der besteht aus ganz schön vielen Tieren, hat einen Kamelhöcker, Zebra-Schwanz und -Hinterbeine, den Hals einer Giraffe, vorne Elefantenfüße, einen Nashornkopf mit Elefantenohren und obendrauf ein Rentiergeweih.

… und wird zum Dingdongdilli

Da erkennt ihn sein Besitzer, der kleine Junge Orvie, nicht mehr, er wird als Ungeheuer verfolgt und landet schließlich bei Luigi Lambertis Sensationstheater in der “Tierschau der Wunder und Sensationen” – vorgeführt als Super-Bombastikus-Spektakulus. Bis, bis ihn die Hexe Hulda zurückverwandelt in einen stinknormalen Hund. Glücklich ist Stromer, als er wieder er selbst sein kann, denn genau so wird er geliebt.

Du bist du – und das ist gut so!

1970 erschien der Kinderbuchklassiker des Zeichners und Geschichtenschreibers Bill Peet (1915-2002), der über 30 Jahre in den Disneystudios tätig war und legendäre Filme wie “Schneewittchen” und “Cinderella” erschuf. Das Filmische ist auch in den bewegten, farbigen Zeichnungen des Buches zu sehen, das kleine und große Leser in seine Geschichte einsaugt und liebevoll erklärt, dass es nicht auf Äußerlichkeiten ankommt und auch nicht darauf, wie berühmt oder erfolgreich man ist, um geliebt zu werden und Freunde zu haben. Wer will schon ein Super-Bombastikus-Spektakulus sein, wenn er nur vorgeführt und nicht wertgeschätzt wird? 2016 wurde dieser kleine Geschichtenschatz erneut verlegt.

Buchinformationen: Der Dingdongdilli von Bill Peet, ab 4 Jahre, Eulenspiegel Kinderbuchverlag 2016

Verlosung zum Valentinstag 2017

Wir verlosen zwei Exemplare des Dingdongdilli. Schreibt uns einfach in den Kommentaren mindestens zwei Tiere, aus denen er besteht. Die Verlosung läuft bis einschließlich 14. Februar 2017. Teilnahme ab 18 Jahren, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

* Dazu empfehle ich euch die CD “Rotz’n’Roll Radio” von Kai Lüftner und Klabauterband … und darauf das Lied “Du bist wie Du”. Hier gibt es eine Hörprobe. Läuft bei uns gerade rauf und runter!

So wird Ihr Kind die Windel los

Pipi.Kacka. Gut gewickelt – ruckzuck windelfrei

Pipi. Kacka. Das Trockenwerden haben wir schon hinter uns, durchaus aber sehr interessante Erfahrungen damit gemacht (ein Klick auf den Link genügt, damit ihr wisst, was ich meine). Um euch den Weg zu erleichtert, verlose ich das Buch “Pipi. Kacka. Gut gewickelt – ruckzuck windelfrei” aus dem Trias Verlag.

Richtig wickeln ist wichtig

Darin erfahrt ihr, dass Töpfchentraining gar nichts bringt, auf die Signale des Kindes achten jedoch sehr viel. Wusstet ihr zum Beispiel, dass 1978 der größte Windelhersteller weltweit Windeln “für Babys bis 16 Kilogramm” angeboten hat, heute geht das bis 39 (!) Kilo. Viele weitere spannende Fakten rund ums Wickeln damals und jetzt sowie in anderen Kulturen findet ihr in dem Ratgeber.

Wie das mit dem Kacka so läuft vom Bauch bis zur Wurst des erwachsenen Essers wird als kleine Wissenseinheit voraus geschoben, bevor das Wickeln selbst und Themen wie der richtige Windelkauf, umweltfreundliches Wickeln, Hilfe bei wundem Po, unterwegs Wickeln, selbstgemachte “Feuchtis”, Stoffwindeln und viele mehr behandelt werden.

Trocken werden ist nicht schwer

Nachdem geklärt wurde, wie man richtig wickelt und welche Möglichkeiten es gibt, geht’s dann endlich zu Sache! Wie wird das Kind eigentlich trocken? Auf jeden Fall nicht mit Zwang, sondern indem man es liebevoll begleitet, darauf achtet, wann es muss, und die vielen anderen Tipps und Tricks des Buches beherzigt. Ganz so, wie es am besten zur eigenen Familie passt!

Verlosung

Wir verlosen ein Exemplar des Buches. Schreibt einfach in den Kommentaren, warum ihr das Buch gerne hättet. Die Verlosung läuft einschließlich bis zum 25. Januar 2017. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Buchinformation: Tatje Bartig-Prang – Pipi. Kacka. Gut gewickelt – ruckzuck windelfrei, Trias Verlag

Cover Mit dem Zeppelin nach New York, copyright Gerstenberg

Mit dem Zeppelin nach New York

Leseratte findet Katastrophengeschichten sehr aufregend. Die Geschichte vom Absturz der Hindenburg musste ich ihm nach einem Besuch im Technikmuseum Berlin (dort hat er eine kleine Postkarte mit dem Zeppelin gesehen) – in abgespeckter Version – schon erzählen, als er gerade erst aus den Windeln raus war. Da kam die Anfrage, ob ich das Kinderbuch “Mit dem Zeppelin nach New York” vom Gerstenberg Verlag rezensieren möchte, wie gerufen. Und hier liegt es nun und strahlt Geschichte aus.

Die Geschichte vom Kabinenjungen Werner Franz

Ein Kind findet auf dem Dachboden seines Opas eine blaue Mütze. Sie gehörte seinem Ur-Opa Werner Franz, dessen Geschichte im Folgenden erzählt wird …

Der Traum des 14-jährigen Werner Franz ist es, einmal nach Amerika zu kommen. Als Kabinenjunge auf dem Zeppelin Hindenburg wird das plötzlich Realität. Mehrere Male fliegt er mit über den Atlantik, bis sein Traum eines Tages ein unvorhergesehenes, schreckliches Ende findet.

Sach- und Bilderbuch

Nach einer wahren Begebenheit wird in diesem aufregenden Sachbilderbuch viel über die Geschichte und Technik der Zeppeline erzählt und ins Innere des berühmtesten Luftschiffes der Welt geblickt. Entstanden ist eine spannende Verbindung aus Wissensvermittlung und Abenteuergeschichte, die auch den Verlauf der deutschen Geschichte ab 1936 nicht aus dem Blick lässt. Eine gewisse Schwere schwingt dadurch nicht nur aufgrund des Absturzes auf jeder Seite mit.

Blick ins Innere des Buchs und damit ins Innere des Zeppelins.

Blick ins Innere des Buchs und damit ins Innere des Zeppelins.

Mit seiner Bildern lässt Thorwald Spangenberg die Geschichten rund um die Hindenburg anhand von Illustrationen, gemalt mit dem wasserlöslichen Farbmittel Gouache, sehr eindrücklich wieder aufleben. Daneben finden sich Karten, Info-Grafiken und Graphic-Novel-Elemente, die das Buch zusammen mit den Texten des Autors Stephan Martin Meyer, lebendig machen wie einen Film. Erschienen ist es in Zusammenarbeit mit dem Zeppelin Museum Friedrichshafen. Ein Museum, das wir wohl auch in den nächsten Jahren werden besuchen müssen ;-).

Leseratte ist noch etwas zu klein für das Buch und seine spannende Geschichten, aber ich werde mit ihm schon mal die ein oder andere Seite betrachten und die abenteuerlichen Ereignisse in einer für bald Fünfjährige verständlichen Version erzählen. Für ältere Kinder ab 8 Jahren, die technik- und geschichtsinteressiert sind, kann ich es nur wärmstens empfehlen.

Buchinformation: Stephan Martin Meyer, Thorwald Spangenberg (Illustr.) – Mit dem Zeppelin nach New York. Die Geschichte vom Kabinenjungen Werner Franz, ab 8 Jahren, Gerstenberg

Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch, Coverbild

Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch

Als Kind der 1980er gingen an mir “Petersson und Findus” irgendwie vorüber. Erst als Lesemaus und Leseratte in mein Leben traten, lebten diese beiden sympathischen Protagonisten neben “Mama Muh” auch in meinem Herzen auf. Jetzt zur Adventszeit habe ich “Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch” entdeckt – ein wie gewohnt wunderhübsch illustriertes Bilderbuch und ein perfektes Weihnachtsgeschenk.

Weihnachtliche Vorbereitungen auf Hochtouren

Es ist einen Tag vor Weihnachten und Pettersson hat weder eingekauft, noch einen Baum geschlagen, noch Pfefferkuchen gebacken. Es war einfach zu kalt, um die Nase vor die Tür zu stecken. Das müssen er und sein Kater Findus jetzt erst einmal nachholen. Doch zuvor wird Schnee geschippt und der Plan aufgestellt, Tannenzweige zu holen, um sie auf die Treppe zu legen.

Pettersson am Fuß verletzt

Gesagt getan! Die beiden Freunde sammeln mit dem Schlitten im Wald Tannenzweige und wollen gerade los nach Hause, als Pettersson über einen Stein stolpert, in die Tannenzweige plumpst und zusammen mit Findus (der das sehr lustig findet) eine rasende Fahrt mit dem Schlitten hinlegt. Aua – Fuß verletzt!

Wie soll denn jetzt noch alles rechtzeitig vor Weihnachten fertig werden? Mit Hilfe von FINDUS! Der saust als Schrubbersurfer durch’s Haus, um sauber zu machen und backt mit Pettersson zusammen Pfefferkuchen aus dem letzten Restchen Teig, das sie noch zuhause haben (das Übrige hat der Kater heimlich vertilgt). Aber dann? Der Fuß schmerzt immer noch und auch am Weihnachtstag ist es noch nicht besser. Müssen sie jetzt ohne Baum und Essen Weihnachten feiern?

“Was für ein schöner Heiligabend (…)”

Wie aus dem traurigen Start in den Weihnachtstag doch noch ein tolles Fest wird, will ich an dieser Stelle noch nicht verraten. Nur so viel: Es hat mit Freunden zu tun, mit Hilfsbereitschaft und mit Kreativität …

Pettersson und Findus sind nach wie vor ein toller Kinderbuch-Klassiker und zum warmherzigen Zeichenstil, mit dem diese Geschichten entstanden sind, sind sicherlich schon viele Worte verloren worden.

Was ich an dieser Geschichte besonders schön finde, ist die Besinnlichkeit und die Ruhe, die von ihr ausgeht. Weihnachten mal anders, ohne Geschenkeflut und überreizende Einkäufe. Einfach friedlich …

Buchinformationen: Sven Nordqvist – Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch, ab 3 Jahre, Oetinger Verlag 2016

 

Personalisiertes Kinderbuch

Personalisierte Kinderbücher: Bibi & Tina und … ich

Lesemaus liebt “Bibi und Tina”. Eure Mädels auch? Wie toll wäre es da, einmal selbst als Heldin in einem Buch mit den beiden vorzukommen? Geht nicht? Geht! Mit den personalisierten Kinderbüchern von Framily, deren Angebot wir testen durften.

Bibi & Tina und Hanna

Vor der Bestellung des Kinderbuchs war ich eher skeptisch, ob mich als Mama ein personalisiertes Buch überzeugen würde. Aber ich wollte mich auf das Experiment einlassen. Ich wählte “Bibi und Tina und Hanna” auf framily.de für eine Freundin von Lesemaus mit diesem Namen zum Geburtstag.

Warum kein Buch mit Lesemaus? Zum einen, weil ihr richtiger Name hier ja nicht stehen soll, zum anderen weil sie selbst an Weihnachten mit einem persönlichen “Bibi und Tina”-Werk überrascht werden soll (was sie noch nicht wissen darf). Da ich meine Buchempfehlungen aber nie ausspreche, ohne das Buch an der Zielgruppe getestet zu haben ;-), wollte ich natürlich auch noch vor Weihnachten wissen, wie es ankommt.

Warum vor Weihnachten? Wegen Euch! Ich darf nämlich zwei Gutscheine für ein personalisiertes Kinderbuch von Framily verlosen. Und das soll natürlich auch noch rechtzeitig vor Weihnachten bei zwei Familien ankommen. Am Ende dieser Rezension lest Ihr, was Ihr tun müsst/dürft, um dabei zu sein.

Ein Buch mit dem eigenen Kind als Held/-in

Nach der Wahl des Buches auf framily.de wählte ich aus, ob Junge oder Mädchen, trug den Namen Hanna ein und los ging’s mit einem Klick auf den Button “Jetzt gestalten”. Was dann folgte, überraschte mich doch – und zwar äußerst positiv.

Die Hauptfigur kann richtig individuell gestaltet werden.

Die Hauptfigur kann richtig individuell gestaltet werden.

Ich konnte die Hauptfigur individuell gestalten, die Frisur und Haarfarbe auswählen, sogar die Hautfarbe, die Farbe der Kleidung, Brille oder nicht. Auch die Mama und den Papa konnte ich individualisieren – wenn auch mit etwas weniger Auswahlmöglichkeiten. Danach folgten Fragen zu bestimmten Vorlieben, wie die Wahl des Lieblingsponys (plus Farbe der Pferdedecke), des Reisegepäcks und persönliche Angaben, wie das Alter des Kindes, die Adresse (für einen im Buch vorkommenden Brief), Angaben zu Kindergarten oder Schule, zum Reitstand und vieles mehr, um das Buch so richtig persönlich werden zu lassen.

Sogar ein Portraitbild hätte ich hochladen können (was ich gelassen habe, weil ich Hanna auch so schon sehr gut getroffen fand – halblange, manchmal etwas zerzauste blonde Haare, Brille und mit der der Lieblingsfarbe blau) und eine persönliche Widmung am Ende der Geschichte war auch noch möglich.

Wenn man möchte, kann man seinen Buch-Entwurf sogar speichern und später weiter bearbeiten. Ich bestellte es gleich nach der Gestaltung mit einem problemlosen Vorgang und circa eine Woche später war Bibi & Tina und Hanna da.

Die Handlung von Bibi & Tina und Hanna

In der Geschichte kommt Hanna, die der echten Hanna wirklich richtig ähnlich sieht, zu Bibi und Tina, um Ferien auf dem Martinshof zu machen (siehe Bild). Dort angekommen darf sie sich ein Pony für den Reitunterricht aussuchen und eine passende Pferdedecke. Am Tag nach der Anreise finden die Mädchen drei verlassene Fuchskinder und machen sich sogleich auf die spannende und abenteuerliche Suche nach deren Mama. Hexerei natürlich inklusive! Und am Ende kommen sogar Mama und Papa, die den echten Eltern gar nicht so unähnlich sehen, um Hanna aus den Reiterferien abzuholen.

Der Slogan von Framily: “Das bin ja ICH in meinem Buch!”

Das Geburtstagsgeschenk sorgte für Begeisterung!

Das Geburtstagsgeschenk sorgte für Begeisterung!

Als Hanna das Buch zu ihrem siebten Geburtstag bekam, war sie ganz überrascht darüber, dass wirklich sie in diesem Buch zusammen mit ihren Lieblingsheldinnen ein Abenteuer erlebt (der Slogan passt also perfekt). Das fand sie ganz toll und das hat sie sehr stolz gemacht. Auch ihre Freundinnen drängelten sich fasziniert um das Buch …

Fazit: Personalisierte Bücher können richtig gut sein!

Die knapp 28 Euro mögen auf den ersten Blick für ein nicht allzu dickes Bilderbuch viel erscheinen, aber das Buch ist hochwertig gemacht und jedes ist ein extra hergestelltes Unikat. Auch ich werde wohl neben der Bibi und Tina-Ausgabe für Lesemaus noch ein weiteres Buch für Leseratte zu Weihnachten bestellen, nämlich die Olchis. Das passt zu ihm und wird ihn sehr freuen!

Die Olchis sind los und ich mittendrin! (Beispielcover)

Die Olchis sind los und ich mittendrin! (Beispielcover)

Aber Ihr findet auch noch viele weitere bekannte Figuren, wie Benjamin Blümchen, den kleinen Ritter Trenk, Conni und viele mehr. Und es gibt sogar ein Weihnachtsmärchen!

Verlosung: Zwei Geschenkcodes für jeweils ein personalisiertes Kinderbuch

Wir verlosen noch vor Weihnachten insgesamt zwei Codes für jeweils ein personalisiertes Kinderbuch, das natürlich individuell gestaltet werden kann. Schreibt uns einfach bis einschließlich 23. November 2016 in den Kommentaren unter dem Beitrag, welcher Kinderbuchheld oder welche -heldin der Liebling Eures Kindes ist. Und schon nehmt Ihr teil!

Weitere Informationen zu den Büchern findet Ihr auf framily.de.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnehmen können nur Personen über 18 Jahre. Die Verlosung findet statt mit freundlicher Unterstützung von Framily.

Cover "Kleiner Indianer", © J.P. BACHEM VERLAG

Kleiner Indianer

Kleiner Indianer ist endlich sieben Jahre alt geworden und soll seinen Indianernamen bekommen. Aber den muss er sich erst verdienen, indem er eine Prüfung besteht.

Schleimige Schnecke oder Mutiger Adler?

Natürlich möchte er nicht “Mickrige Ameise” oder “Schleimige Schnecke” heißen, sondern viel lieber “Furchtloser Kojote” oder “Mutiger Adler”, aber bis dahin muss er noch etwas ganz Besonderes vollbringen – so der große Häuptling. Voller Tatendrang macht sich der kleine Fuchs auf den Weg. Einen wilden Bison will er fangen, eine Adlerfeder besorgen, einen Bärenzahn erbeuten, einen Cowboyhut schießen … Doch alles kommt anders als er denkt.

Humm Ba-ba-ba, Humm Ba-ba-ba

Wieso sein Stamm ihn trotzdem voller Stolz empfängt und warum es gerade die kleinen Taten sind, die Großes hervorbringen, erfährt Kleiner Indianer nach seiner Rückkehr. Und ihr erfahrt seinen neuen Indianernamen :-).

Mut liegt in den kleinen Taten

Kleiner Indianer möchte etwas wirklich und wahrhaftig Außergewöhnliches vollbringen und scheitert an seinen viel zu hohen Ansprüchen. Das, was am Ende aber wirklich zählt, ist sein Einsatz und seine kleinen Taten, mit denen er viel bewirkt. Das sollten wir auch unseren Kindern beibringen. Es müssen nicht immer die großen Heldentaten sein, die uns zu etwas Besonderem machen, sondern es ist die tröstende Hand auf der Schulter oder die Verteidigung eines Freundes, indem man zu ihm steht und sich neben ihn stellt … Und toll illustriert ist das Buch ebenfalls. Besonders empfehlenswert also für kleine Indianer/-innen und solche, die es werden wollen!

Buchinformationen

Quentin Gréban: Kleiner Indianer, J.P. BACHEM VERLAG, 2016, ab 4 Jahre

 

Cover Biotologe Yann verfolgt den Bumerang

Biotologe Yann verfolgt den Bumerang

Die Blogtour hat eine schöne Runde gedreht und ist nun auch bei uns angekommen. Wir haben uns das Fotobuch “Biotologe Yann verfolgt den Bumerang”, den 11. Band der abenteuerlichen Weltreise genauer angeschaut, denn die Großtante von Lesemaus und Leseratte lebt in Australien und wir wollen da schon lange mal hin.

Yann entdeckt Australien

Am Strand von Queensland (im Norden von Australien) stolpert der kleine Biotologe Yann bei einer seiner Erkundungstouren über einen Bumerang, den er so weit wirft, dass er ihn nicht mehr finden kann. Auf der Suche nach dem Wurfgerät erlebt er ein großes Abenteuer in der Welt der Tiere umgeben von der beeindruckenden australischen Natur. Er trifft so manch spannendes Geschöpf, wie den exotischen Cassowary-Vogel, einen Waran, ein Krokodil, einen Koala … bis er schließlich ins Reich der Kängurus kommt. Ob er dort seinen Bumerang wiederfindet?

Yann trifft auf die Wallabys

Yann trifft auf die Wallabys

Tolle, persönliche Eindrücke von einer fremden Welt

Kinder können durch die sehr persönlichen Bilder und Berichte von Yann (deshalb auch sprachlich und fotografisch nicht immer glatt geschliffen) eintauchen in die spannende australische Flora und Fauna und sich dadurch ein bisschen so fühlen als wären sie selbst mit dabei. Am Ende des Buches erfahren sie darüber hinaus noch wichtige Fakten über Australien und die leider auch hier bedrohte Tier- und Pflanzenwelt.

Wir können die Reise-Bildbänder sehr empfehlen, da sie auf kindgerechte Weise Lust aufs Reisen machen und die Türen öffnen in einen fremde Welt.

Damit Ihr Euch ein persönliches Bild davon machen könnt, wie die Foto-Reisebücher entstanden sind, habe ich ein Interview mit Yann Steinland und seiner Mutter, der Autorin Agnes Gramming-Steinland geführt. Ihr dürft gespannt sein:

Yann Steinland und Agnes Gramming-Steinland im Interview

Yann mit seiner Familie

Yann mit seiner Familie

Wie lange seid Ihr um die Welt gereist und warum?

Wir sind insgesamt ein Jahr gereist, um die Bücher zu fotografieren.

Wie alt war Yann als die Reise los ging und wie gefiel es ihm, unterwegs zu sein?

Yann war fünf Jahre alt.

Yann: „Es hat mir sehr gut gefallen unterwegs zu sein. Vor allem haben mir die vielen Tiere gefallen, aber auch die schönen Landschaften. Auch mochte ich es, im Hotel zu übernachten oder zu zelten und draußen zu schlafen.“

Wo wart Ihr schon überall zusammen mit Yann?

Wir waren für die Buchaufnahmen in Alaska und Kanada, unsere zweite Reise führte uns nach Florida, Costa Rica und zu den Galapagos Inseln. Dann waren wir in Tansania und zum Schluss in Thailand und in Australien, Queensland.

 Wie kamt Ihr auf die Idee für Eure tolle Buchreihe?

Yann wollte immer nur Bücher mit Fotos anschauen und mir war es zu langweilig, die Sachtexte vorzulesen. Und da ich schon lange mit dem Gedanken spielte, Kinderbücher zu schreiben, entwickelte ich das Buchkonzept für die Biotologen-Reihe: mit Fotos illustrierte Abenteuergeschichten.

Was ist denn ein „Biotologe“ überhaupt?

Yann: „Ein Biotologe ist einer der alles erforscht, Länder, Tiere, Klimawandel!“

Stellt Ihr die Bilder und entwickelt eine Geschichte oder knipst Ihr bei Yanns Abenteuern einfach drauflos?

Wir hatten an jedem Ort etwa zwei Wochen Zeit, um die Fotos für die vorab skizzierten Drehbücher zu machen. Wir spielten mit Yann vor Ort Theater und suchten wirklich einen Schatz oder hofften einen Eisbären zu entdecken. Wir wurden ein eingeschworenes Team, das gemeinsam die Natur erforschte und ständig passende lustige Episoden zu den Geschichten erfand. Die Kamera war dabei meistens ein unauffälliger Begleiter.

Was war das Besondere an der Reise nach Australien?

Yann: „Das Tauchen und Schnorcheln im Great Barrier Reef und dass wir mit einem zum Camper umgebauten Jeep unterwegs waren und immer irgendwo übernachteten. Die Zeit im Felsental mit den kleinen Felskängurus war so schön. Ach, Australien mochte ich mit am meisten, die Strände waren so schön und … die seltsamen Früchte, die wir dort probierten.“

Australien haben wir ohne Guides erkundet, nur beim Schnorcheln hatten wir eine kundige Begleiterin. Dadurch war alles doch sehr abenteuerlich.

 Wohin wird Eure Reise Euch noch führen?

Wir würden gerne auf ähnliche Weise die abenteuerlichsten Weltkulturerbeorte erkunden. Aber zur Zeit fehlt uns noch die entsprechende Finanzierung.

Buchinformation:

Agnes Gramming-Steinland: Biotologe Yann verfolgt den Bumerang. 11. Abenteuer in Australien, Tlele Books, 2012

Hier findet Ihr die Links zu den anderen Stationen der Blogtour!

 

Blogtour_Tlele Books_Header

Blogtour: Biotologe Yann … reist um die Welt

Am 20.6.2016 startet die Blogtour: Biotologe Yann … reist um die Welt. Ihr dürft gespannt sein auf einen kleinen Forscher und seine Abenteuer!

Los ist es gegangen mit der ersten Station der Blogtour …

1. und einer Floßreise durch die gefährlichen Sümpfe der Everglades sowie einer Büffeljagd in Tansania zusammen mit dem kleinen Biotologen Yann.

2. Die zweite Station wartet auf Euch mit einem Kanada-Special und tollen Buchtipps dazu.

3. Weiter geht die Reise in die Serengeti (Bastelanleitung für tolle Wäscheklammertiere und Verlosung inklusive.)

4. Heute bleiben wir ganz nah an unserem Zuhause und reisen in die Uckermark.